Eigentümer und Property Manager/Betreiber führen daher immer häufiger strukturierte Nachhaltigkeitsgremien ein. In diesen regelmäßigen, gebäudebezogenen Foren überprüfen sie zusammen mit den Betreibern Leistungsdaten und stimmen Maßnahmen ab.
Um diesen Ansatz zu skalieren und breiter zugänglich zu machen, hat das C-Change-Programm des ULI Europe den Best-Practice-Leitfaden für Asset Sustainability Committees in Bestandsgebäuden sowie eine Check-Liste entwickelt. Der Leitfaden basiert auf Interviews mit zwölf großen Eigentümern und Property Managern/Betreibern aus Europa und gibt praxisnahe Hinweise, wie Nachhaltigkeitsgremien effektiv organisiert, mit Ressourcen ausgestattet und an unterschiedliche Gebäudetypen angepasst werden können. Als ein Ergebnis lohnen sich die Foren vor allem, wenn sie auf konkreten Dekarbonisierungsplänen basieren, finanziell unterstützt werden und durch Instrumente wie Green Leases oder Datenaustausch ergänzt werden. Der Leitfaden enthält praxisnahe Fallstudien von Organisationen wie Pimco Prime Real Estate, Iput Real Estate, Hines, BNP Paribas Real Estate, Derwent London, Redevco, Pembroke und Lendlease. Sabine Georgi, Geschäftsführerin des ULI in Deutschland, Österreich, Schweiz, betont, dass mit dem Leitfaden auch die Roller der Property Manager / Betreiber gestärkt wird. So werde es nicht zuletzt leichter „vom Reporting zur Umsetzung überzugehen“.