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Am 15. April 2026 startet mit ELBA in Berlin ein komplett neues Senior-Living-Format unter dem Motto „Elderly Living But Awesome”. Wir sprachen mit den Gründerinnen Anna Schingen und Jill Schwiegershausen-Rotter über sich wieder lohnende Immobilienkonzepte, Demografie statt Krise und Chancen statt Herausforderungen. Die SO!APART insight ist Medienpartner – für die Leser gibt es ein Special-Ticket-Angebot.

Anna Schingen (l.) und Jill Schwiegershausen-Rotter werden am 15. April 2026 bei der ELBA Conference in Berlin mit frischen Impulsen zeigen, wie sehr der Senior-Living-Markt derzeit wieder anspringt. © ELBA Conference
Anna Schingen: Viele dieser Konzepte boten bereits eine gute Antwort auf das Bedürfnis der 65- bis 85-Jährigen nach Gemeinschaft, Autonomie, Gesundheit, aber keinesfalls Stigmatisierung. Gleichwohl taten sich manche Anbieter schwer, als Start-up und ohne Track Record Betreiberverträge zu erhalten, spätestens mit den Multikrisen nach Corona und einiger Betreiber-Insolvenzen im Pflege-Bereich. Aber Lively z.B. hat seit dem Umschwenken von Master-Lease-Verträgen hin zu Managementverträgen für Service und Flächen zuletzt tatsächlich mehr Standorte gewinnen und eröffnen können. The Flag ist ohnehin schon länger erfolgreich, nicht zuletzt aufgrund der Familienstruktur des Unternehmens als Eigentümer, Entwickler und Betreiber in einer Hand mit Projektperspektiven über 20, 30 Jahre. Aber für viele Owner-Operator-Konzepte, wie So.Me Homes von Soravia und einige andere, war es bis zuletzt einfach schwierig, Projekte zu finden, die sich rechneten.
Jetzt sehen wir einen großen Shift im Markt. Anbieter wie Vivienda z.B., die 2020 erfolgreich ein erstes Haus in Dresden eröffneten und sich in den letzten Jahren mit der Expansion zurückgehalten haben, berichten nun endlich von passenden Angeboten. Ein Senior-Living-Objekt, das gegenüber dem normalen Wohnen ein Miet-Premium generieren kann, bringt inzwischen wieder eine bessere Wirtschaftlichkeit. Senior-Living-Projekte rechnen sich wieder. Der Markt springt an.

Anna Schingen: Absolut. Jill, die viele Erfahrungen im Real-Estate- und Konferenzbereich mitbringt, und ich haben uns im April letzten Jahres dazu entschieden und wollen nun mit frischen Formaten ein Mindset für ELBA als „Elderly Living but Awesome“ transportieren. Im Fokus stehen Menschen zwischen 65 und 85 Jahren, die noch lange als autonom, fit und agil wahrgenommen werden wollen. Die vielleicht aus dem großen Haus oder der großen Wohnung am Stadtrand in kleinere, moderne Angebote in die Stadt ziehen wollen.
Jill Schwiegershausen-Rotter: Wir wollen Impulse für Wohnformen geben, in denen Menschen ohne Pflegebedarf gemeinschaftlich leben können, Entlastung erfahren, ein Sicherheitsnetz haben und, wie schon gesagt, sich in keiner Weise stigmatisiert fühlen müssen. Es geht darum, das Pflegesystem nicht von der Systemseite zu entlasten, sondern von der Bedarfsseite, indem wir vor allem auch Einsamkeit reduzieren und Menschen helfen, länger gesund zu bleiben. Wir sehen, dass der Immobilienbereich betreiber-, projekt- und investorenseitig bisher noch einen verkürzten Blick auf solche Angebote hat – den demografischen Wandel immer noch mit Pflegenotstand gleichsetzt. Aber viele öffnen sich bereits.
Anna Schingen: Wir wollen bei der ELBA Conference Chancen und Innovationen statt nur Herausforderungen thematisieren, spannende Konzepte aufzeigen, die sich besser rechnen als andere Assetklassen oder herkömmliches Wohnen. Das treibt mich selbst seit zehn Jahren an und lässt mich in der Assetklasse unterwegs sein.
Jill Schwiegershausen-Rotter: Zum einen die Mischung der Gäste aus den verschiedensten Bereichen vom Investment-Manager über den Betreiber bis hin zum tatsächlichen Nutzer solcher Wohnformen. Zum anderen die Mischung aus Impulsen, Workshops oder auch einem eigenen Podcast-Studio, das wir in dem so offen gestalteten Haus Ungarn als unserer Location aufbauen werden.
Anna Schingen: Zu den inhaltlichen Höhepunkten zählen sicher der Workshop von Michael Ehret zu der Frage, warum Innenstädte mehr Boomer brauchen und wie Stadtentwicklung dem demografischen Wandel besser gerecht werden muss. Spannend wird auch der Impuls von Dr. Kati Ernst und Fritz Grünewalt über „The Longevity Asset: Healthspan statt Pflegebett“ werden. Oder das Podcast-Gespräch von Stephanie Hielscher („50über50“) live auf der Bühne mit echten Best Agern. Duravit wird wiederum über das Senior-Living-Bad von morgen sprechen, weil Bäder oft die eigentlichen Entscheider für eine Wohnung sind. Zudem thematisieren wir Unterschiede zwischen Betreiberkonzepten. Die Teilnehmer erwartet, wie gesagt, ein Themenfeuerwerk mit zahlreichen Chancen – weil sie jetzt wieder genutzt werden können.
Vielen Dank für das Gespräch! Wir freuen uns, am 15. April 2026 mit dabei zu sein!
Das komplette Programm und Ticketoptionen finden Interessierte hier.
Für unsere Leser gewährt ELBA einen exklusiven Ticketrabatt unter diesem Link:
Code: ELBA-SOAPART (Gültig bis: 14.4.2026, solange der Ticket-Vorrat reicht)