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Nachhaltigkeits-Wows

Liebe SO!APART Insightler,

sind Serviced Apartments nachhaltig? Oder nachhaltiger als zum Beispiel Hotels? Bisher haben wir vielfach "Im-eigentlich-schon-Ton" argumentiert. Denn unsere Häuser sind oft (wohnungsähnliche) Neubauten in zentralen, ÖPNV-nahen Lagen, mit kaum bis keinen Nebenflächen und damit einem per se geringeren Energie- und Wasserbedarf und weniger CO2 und Abfall erzeugend. Die Reinigungszyklen sind viel länger und der Wäschewechsel seltener als bei Hotels. Und überhaupt verbraucht der länger bleibende Gast weniger als der Shortstay-Reisende.

Aber wie wirkt sich das in Zahlen aus? Diese Woche zeigte mir die Chefredakteurin Sylvie Konzack von unserer SO!APART insight eine Tabelle, die die Kollegen von Brera erstellt haben: Darin wurden für die verschiedenen Brera-Häuser die CO2-Verbräuche pro Apartment und pro Übernachtung/Gast ausgerechnet und mit denen vom Dehoga kommunizierten Durchschnittswerten in den jeweiligen Hotelkategorien verglichen. Das Ergebnis beeindruckt: Brera als Longstay-Produkt mit durchschnittlich 34 Tagen Aufenthaltsdauer weist deutlich weniger als die Hälfte und zum Teil nur ein Viertel der Durchschnittswerte von zum Beispiel Drei-Sterne-Hotels im Hinblick auf die CO2-Emission pro Nacht aus.

Viele von Euch werden wahrscheinlich ähnliche Daten aufweisen können, vor allem im Serviced-Apartmenthaus-Bereich. Auch die Adapt Apartments haben ausgerechnet - diesmal im Vergleich zur Wohnwirtschaft - wieviel niedriger die Verbräuche im Berliner Objekt im Vergleich zu einem Durchschnittshaushalt von 1,3 Personen auf 40,4 Quadratmeter sind. Danach lag im Jahr 2021 der Verbrauch im Berliner Adapt Apartment an Wasser 40 Prozent niedriger und der an Heizung/ Fernwärme war 27 Prozent geringer.
 
Was für deutliche Zahlen! Wir brauchen mehr davon! Denn das ist ein Pfund, mit dem wir gegenüber Corporates, Investoren, Kommunen etc. wuchern müssen, zumal viele von Euch an noch weiteren Einsparpotenzialen arbeiten.

Inge Pirner vom Geschäftsreiseverband VDR hatte erst gestern bei der offiziellen Vorstellung der neuen Geschäftsreise-Analyse wieder betont, wie häufig hier noch die CO2-Emissionsdaten der Übernachtungsanbieter in der Berechnung der gesamten Geschäftsreise fehlen. Dabei werden diese immer mehr Firmen künftig bei den Angeboten verlangen, vor allem um ihre eigenen Emissionszahlen gegenüber dem Gesetzgeber nachweisen zu können. 
 
Lasst uns hier als Segment mit Fakten für Wows sorgen. Wir können über unsere CO2-Fußabdrücke quasi noch besser einen Fuß in die Türen der Travel Managern bekommen und auf dieser Basis auch mit unseren weiteren Vorteilen noch besser punkten. 
 
Übrigens: Unsere SO!APART insight letzte Woche in Berlin ist bereits mit ihrer CO2-Emission errechnet und unterstützt nun sowohl ein Klima- als auch Meeresschutzprojekt. Das offizielle Siegel haben wir heute erhalten.
 
Ich wünsche Euch in diesem Sinne ein wunderbares Wochenende im Grünen und verabschiede mich für heute in den Sommerurlaub. Am 18. August melde ich mich an dieser Stelle zurück!

Liebe Grüße,
Anett Gregorius