128 Bestandsobjekte waren im DACH-Raum im letzten Jahr im Rahmen der Konversionsanalyse für möblierte Wohnformen wissenschaftlich analysiert worden. Ziel der Studie war es herauszufinden, welche Bestandsgebäude sich für die Konversion zu Micro Living, Serviced Apartments, Student Living oder Senior Living eignen und welche nicht. Thomas Beyerle, Professor für BWL Bau & Immobilien an der Hochschule Biberach, und die BelForm GmbH & Co. KG hatten die Untersuchung durchgeführt.
Als ein wichtiges Ergebnis warten drei Viertel der untersuchten Objekte mit einer beidseitigen Belichtung und einem Achsraster von 3,5 bis 4,5 Metern auf. „Damit liegt ein Großteil im konversionsfreundlichen Korridor für Micro Living und Serviced Apartments: Tageslicht erreicht beide Gebäudeseiten, Grundrisse lassen sich ohne größere bauliche Eingriffe neu ordnen“, so die Studienautoren. Die restlichen 25 Prozent benötigen umfangreiche Maßnahmen für Lichthöfe, Grundrissöffnungen und teilweise tragende Veränderungen, die die Baukosten sprunghaft ansteigen lassen würden.
ESG-Lücke und Genehmigungsthema
Herausfordernd bleiben ESG-Umsetzungen. Rund drei Viertel der Befragten messen ESG-Kriterien eine handlungsrelevante Bedeutung bei. Nur 7 Prozent der Objekte erfüllen die Kriterien aktuell vollständig, rund 62 Prozent melden Anpassungsbedarf. „Diese Lücke wird die Wertentwicklung der nächsten Jahre prägen“, ist Thomas Beyerle überzeugt. Von Beginn an, nicht im Nachgang, sollten daher ESG-Elemente wie Taxonomie-Assessment, CO₂-Pfad und Materialpass in den Business Case integriert werden.
























