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Catella kauft Berliner The-Base-Immobilie

Große Transkationsbewegung im Serviced-Apartment-Markt: Im Herbst eröffnet das erste The Base in Berlin-Pankow mit 340 Serviced Apartments. Jetzt hat Catella Wohnen Europa das Areal erworben.

Noch vor der Eröffnung verkauft: Das Großprojekt The Base mit über 300 Apartments in Berlin-Pankow. © The Base Fol Group

Noch vor der Eröffnung verkauft: Das Großprojekt The Base mit über 300 Apartments in Berlin-Pankow. © The Base Fol Group

Die Kombination aus Revitalisierung und Neubau umfasst eine Gesamtnutzungsfläche von rund 16.400 Quadratmetern und besteht aus vier Häusern mit insgesamt 318 Co-Living Apartments, 24 klassischen Wohneinheiten sowie einer Kita. Ein Hamburger Family Office hat nun die Liegenschaft an die Berliner Catella Residential Investment Management GmbH (CRIM) und die Münchener KVG-Plattform Catella Real Estate AG für den Fonds Catella Wohnen Europa (CWE) verkauft. Über den Kaufpreis wurde in einer ersten Mitteilung nicht informiert.

Die vier Gebäude umfassen zwei Neubauten und zwei revitalisierte Bürogebäude. Während der bereits im Jahr 2021 fertiggestellte Neubau (Haus 1) 24 klassische Wohnungen bietet, werden die übrigen drei Gebäude – ein Neubau und zwei Umnutzungen – noch im laufenden Jahr fertiggestellt und insgesamt 318 Co-Living-Apartments sowie die Kita umfassen. Die The Base Fol Group wird hier im Herbst mit den Apartments als Coliving-Konzept debütieren.

Florian Färber, Gründer und CEO von The Base, sagt: „Co-Living hat in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Bei The Base liegt unser Fokus ganz klar auf der Community. Wir freuen uns sehr, mit Catella einen Geschäftspartner an unserer Seite zu wissen, der die gesellschaftliche Bedeutung von Co-Living erkannt hat.“ In einem Interview mit SO!APART insight betonte Florian Färber bereits im letzten Jahr, wie sehr es hierbei heute beim Microliving weg von "Legebatterien" hin zur Schaffung eines "Disneylands im Microliving" gehen muss.

Nachhaltige Gründe

Benjamin Rüther, Head of Fund Management der CRIM, begründet den Kauf mit dem modernen Angebot an Wohnraum, das man hier für Familien und Young Professionals zusammen mit etlichen sozialen Raumofferten bieten könne. Auch aus nachhaltiger Sicht hätte man sich für das Objekt entschieden. "Die Revitalisierung der ursprünglich 1971 und 1985 errichteten Bürogebäude ist aus ESG-Gesichtspunkten besonders sinnvoll, da den nicht mehr vermietbaren Gebäuden hierdurch der Abriss erspart bleibt“, sagt er. Optimierungsmaßnahmen für mehr Energieeffizienz der Gebäude stellen ein zentrales Merkmal der Projektentwicklung dar. Neben der Installation von Photovoltaik-Anlagen und der Beschaffung von Ökostrom für die Gemeinschaftsräume im Jahr 2023, sind die vollständige Übernahme von Ökostrom durch die Mieter bis 2024 und eine effiziente Wärmeversorgung über Fernwärme vorgesehen.

Die Häuser II und IV wurden 1985 und 1972 errichtet und sind mittlerweile entkernt, saniert und um ein Staffelgeschoss erweitert – die Fertigstellung ist für Mitte 2022 vorgesehen. In diesen beiden Häusern befinden sich ausschließlich die vollmöblierten Apartments sowie ein Loungebereich bzw. eine Gemeinschaftsküche je Etage. Co-Working-Area, Gym, Bücherei, Gamingraum, Kino und Gemüsebeete auf dem Dachgarten runden das Konzept ab. Das neugebaute Haus III befindet sich in der Fertigstellung – hier befindet sich der Empfangsbereich des Co-Living-Konzeptes, ein Bistro, ein kleines Hotel sowie die Kita mit Außenbereich.

The Base will in München im ersten Quartal 2024 den zweiten deutschen Standort eröffnen. Weitere Grundstücke befinden sich in der Prüfung, u. a. in Hamburg, Frankfurt, Wien und Warschau. Bis 2025 wird die Projektierung von mindestens 15 Häusern oder etwa 5.000 Einheiten in Deutschland und Europa avisiert.
Die Verkäuferseite wurde bei der Berliner Transaktion exklusiv von Colliers International Deutschland GmbH beraten.