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Weimar: Thüringen fördert erstmals privaten studentischen Wohnraum

In Weimar entstehen elf neue Wohnplätze für Studierende in einem Gründerzeithaus in der Röhrstraße 39. Der private Eigentümer Dr. Stefan Jäger-Ferentzi baut das Bestandsgebäude zu zwei Wohngemeinschaften um. Das Projekt ist das erste seiner Art in Thüringen, bei dem ein privater Eigentümer Fördermittel aus dem Bund-Länder-Programm „Junges Wohnen“ erhält.

Blick über die Dächer von Weimar mit Blick auf die historische Altstadt. © KI-generiertes Symbolbild

Blick über die Dächer von Weimar mit Blick auf die historische Altstadt. © KI-generiertes Symbolbild

Die Förderung beläuft sich auf rund 450.000 Euro. Davon übernimmt der Freistaat Thüringen 135.000 Euro, der überwiegende Teil stammt aus Bundesmitteln. Insgesamt investiert der Eigentümer rund 900.000 Euro in den Umbau. Geplant sind elf möblierte Wohnplätze, verteilt auf zwei Wohngemeinschaften mit gemeinschaftlichen Küchen, Bädern und Aufenthaltsbereichen. Die Planung verantworten Hermann Schröder und Giulia Kemmerich vom Architektur Kontor Weimar. Die Fertigstellung ist für das erste Jahresdrittel 2027 vorgesehen. Bereits zum Sommersemester 2027 sollen die ersten Studierenden einziehen.

Mit der Förderung verpflichtet sich der Eigentümer, die Wohnplätze 20 Jahre lang zu moderaten Mietpreisen an Studierende zu vermieten. Abgesichert wird dies durch ein grundbuchlich eingetragenes Wohnungsbesetzungsrecht zugunsten des Freistaats Thüringen. Das Projekt zeigt zugleich eine neue Möglichkeit der Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und privaten Immobilieneigentümern bei der Schaffung studentischen Wohnraums. Das Programm „Junges Wohnen“ soll gezielt private Investitionen mobilisieren und vorhandene Gebäude für bezahlbares Wohnen während Studium und Ausbildung nutzbar machen.