• Editorial

Was für ein Druck auf Nachfrage und Konzepte

© Kauffmann Studios GmbH

© Kauffmann Studios GmbH

Der Druck, die Business-Auslastung stabil zu halten, ist im Segment weiter immens. Aber Serviced-Apartment-Betreiber müssen sich als Ausgleich nicht allein auf den Leisure-Gast und Shortstay verlassen – was ohnehin kaum gehen wird. Aktuell pushen Initiativen von Wissenschaft und Verbänden im Bereich Business Travel und MICE die Umsetzbarkeit von Bleisure und Workation. Viel geht es dabei um die überfällige Vernetzung der gesamten Wertschöpfungskette, aber auch darum, hier tatsächlich strategisch zu agieren statt nur den Flyer auf den Tresen zu legen. Zeit wird es, finde ich. Denn was gibt es naheliegenderes als den favorisierten Business-Gast mit Leisure zum Längerbleiben zu bewegen? Lesen Sie bei uns, was sich mit welcher Kraft in dem Bereich tut.   

Für großen weiteren Druck hat auch der Gesetzentwurf "Mietrecht II" seit Sonntag gesorgt. Die Kurzzeitvermietung auf sechs Monate zu beschränken zusammen mit einem Möblierungszuschlag und einer Deckelung bei Indexmieten – so manch ein Geschäftsmodell wird damit auf den Kopf gestellt. Auch für das Serviced-Apartment-Segment dürfte das Folgen haben, vor allem mit einer neuen Angebotskonzentration für Konzepte bis sechs Monate. Es ist schon mehr als irritierend, wie die Bundesregierung partout nicht zwischen Graumarkt und "echten" Betreibern differenzieren kann und will. Dabei würde sie genau damit den Wohnungssuchenden und Mietern helfen.   

Die weiteren Nachrichten drehen sich um verstärkte soziale Wohnbedürfnisse der Gen Y und Z, neue und übernommene Häuser, jungfräuliche Pläne aus dem Leisure-Sektor und einen Betreiber-Stopp.

Herzliche Grüße,
Sylvie Konzack