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PBSA erzielt höhere Spitzenrenditen als klassische Mehrfamilienhäuser

Newmark erwartet für 2026 Transaktionen mit Studentenapartments von mehr als 500 Millionen Euro. Das Angebot wächst, doch größere Bestände sind weiterhin selten.

Graphik zu den untersuchten Städten

©Newmark

Studentisches Wohnen gewinnt als Investmentsegment an Gewicht. 2025 wurden in Deutschland PBSA-Immobilien für rund 350 Millionen Euro gehandelt, 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Ein Drittel des Volumens entfiel auf internationale Investoren. Für 2026 rechnet Newmark mit Transaktionen von mehr als 500 Millionen Euro; mehrere Verkäufe befinden sich nach Angaben des Unternehmens bereits in der Abschlussphase. Was Investoren an dem Segment interessiert, zeigt der neue Newmark-Report „Studentisches Wohnen in Deutschland“ auch im Vergleich mit klassischen Wohnimmobilien. In den sieben größten deutschen Immobilienmärkten liegt die durchschnittliche Spitzenrendite für Purpose-Built Student Accommodation (PBSA) bei 4,40 Prozent. Für Mehrfamilienhäuser nennt Newmark 3,46 Prozent. Der Abstand beträgt 94 Basispunkte. 

Der Zugang zu geeigneten Objekten bleibt indes begrenzt. Newmark hat für den Report 84 Hochschulstädte mit mindestens 5.000 Studierenden und 15.000 Einwohnern untersucht. Die dort erfassten 295.000 Wohnheimplätze reichen rechnerisch für knapp 13 Prozent der Studierenden. Rund 197.000 Plätze stellen die Studierendenwerke bereit. Private Betreiber kommen auf weniger als ein Drittel des Angebots, obwohl sich der Bestand professioneller Anbieter innerhalb von zehn Jahren nahezu verdreifacht hat. Für größere Investments zählt zudem, bei wie vielen Betreibern sich Plätze bündeln. Bundesweit verfügen laut Newmark nur 13 private Anbieter über jeweils mehr als 1.000 Betten; zusammen kommen sie auf rund 33.000. „Für Investoren ist deshalb weniger die Nachfrage das Problem als der Zugang zu skalierbarem Produkt. Wenn weitere Entwicklungen und Plattformen auf den Markt kommen, dürfte die Liquidität spürbar zunehmen“, sagt Helge Zahrnt MRICS, Head of Research Germany bei Newmark.

Auf der Nachfrageseite wächst vor allem die Gruppe internationaler Studierender. Im Wintersemester 2024/25 waren bundesweit 492.000 eingeschrieben, 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr und doppelt so viele wie vor 20 Jahren. Wer für das Studium nach Deutschland zieht, benötigt häufig kurzfristig eine möblierte Unterkunft. Insgesamt lag die Zahl der Studierenden bei rund 2,86 Millionen. Die Mieten unterscheiden sich nach Standort und Produkt. In den Top-7-Märkten liegt die monatliche Inklusivmiete für möbliertes studentisches Wohnen laut Newmark im Median zwischen 26 und 35 Euro pro Quadratmeter. Investitionsmöglichkeiten sieht das Unternehmen auch in mittelgroßen Universitätsstädten. In 14 der untersuchten Orte stellen Studierende mindestens 20 Prozent der Bevölkerung, darunter Heidelberg, Tübingen, Regensburg, Göttingen und Gießen. Dort trifft eine hohe Zahl potenzieller Mieter teils auf wenig professionell betriebenes Angebot. Ob daraus ein rentables Haus wird, hängt von den erzielbaren Mieten und den Kosten für Erwerb, Gebäude und Betrieb ab.