In den 40 größten deutschen Universitätsstädten fehlen derzeit mehr als 129.000 Apartments für Studierende. Zu diesem Ergebnis kommt eine Marktanalyse der IHT Planungsgesellschaft, die für die Mitglieder des Bundesverbands Micro-Living erstellt wurde. Den höchsten ungedeckten Bedarf weist die Untersuchung für Berlin, München, Hamburg und Köln aus. Allein in der Hauptstadt geht IHT von einem Gesamtbedarf von rund 32.000 Studentenapartments aus. Mehr als 14.000 Einheiten fehlen demnach noch.
Für die Berechnung wurde der ermittelte Bedarf den bereits vorhandenen Apartments gegenübergestellt. Ergänzend umfasst die Analyse den Anteil der Studierenden an der jeweiligen Stadtbevölkerung sowie Angaben zum Mietniveau und zur Kaufkraft. Die Daten sollen Unternehmen bei der Bewertung potenzieller Investitionsstandorte unterstützen. Nach Einschätzung des Bundesverbands Micro-Living besteht in nahezu allen untersuchten Hochschulstädten eine strukturelle Unterversorgung. Zugleich warnt der Verband davor, dass die von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig vorangetriebene Mietrechtsnovelle Investoren verunsichern und den Neubau zusätzlicher Apartments erschweren könnte.
Die vollständige Analyse soll im Herbst den Mitgliedsunternehmen des Verbands zur Verfügung stehen. Weitere Interessierte können sie kostenpflichtig beziehen. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Marktdaten ist vorgesehen.
























