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Berlin mit weniger Übernachtungen im ersten Halbjahr

Berlin verzeichnete von Januar bis Juni 2026 knapp 13,6 Millionen Übernachtungen. Das waren 2,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Stabil zeigte sich vor allem die Nachfrage aus Deutschland, während das internationale Geschäft deutlicher nachgab.

Skyline von Berlin

©visitberlin, Foto: Wolfgang Scholvien

Berlin zählte im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 5,92 Millionen Gästeankünfte. Damit blieb die Zahl gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit einem Minus von 0,3 Prozent nahezu stabil. Bei den Übernachtungen fiel der Rückgang stärker aus: Mit knapp 13,56 Millionen lag das Ergebnis 2,7 Prozent unter dem ersten Halbjahr 2025. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 2,3 Tage. Das zeigen die vorläufigen Ergebnisse des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, die visitBerlin veröffentlicht hat.

Eine wichtige Stütze blieb der Inlandsmarkt. 3,93 Millionen Gäste aus Deutschland kamen in die Hauptstadt, 1,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Auf sie entfielen 8,35 Millionen Übernachtungen und damit 61,5 Prozent des gesamten Aufkommens. Die Zahl der Übernachtungen deutscher Gäste sank lediglich um 0,3 Prozent. Deutlicher fiel das Minus aus dem Ausland aus. Die Zahl der internationalen Gäste sank um 4,1 Prozent auf 1,99 Millionen, die Übernachtungen gingen um 6,4 Prozent auf 5,21 Millionen zurück. Gleichzeitig verweilten Gäste aus dem Ausland mit durchschnittlich 2,6 Tagen länger in Berlin als Gäste aus Deutschland mit 2,1 Tagen. Wichtigster internationaler Herkunftsmarkt blieb das Vereinigte Königreich mit rund 564.000 Übernachtungen, 5,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Aus den USA wurden rund 511.000 Übernachtungen registriert, ein Minus von 9,9 Prozent. Die Niederlande legten dagegen um 2,3 Prozent auf knapp 361.000 Übernachtungen zu. 

Für den Serviced-Apartment-Markt sind insbesondere die Verschiebung hin zum Inlandsmarkt und die Entwicklung der Aufenthaltsdauer relevant. Berlin ist bereits der deutsche Standort mit den meisten Serviced-Apartment-Häusern und dürfte laut „Marktreport Serviced Apartments 2026“ von Apartmentservice bis Ende dieses Jahres auch bei der Zahl der Einheiten München überholen. Bis 2029 umfasst die Berliner Pipeline rund 6.700 weitere Einheiten. Gleichzeitig hat sich die Nachfrage im Segment verändert: Deutschlandweit kamen 2025 erstmals 56 Prozent der Gäste aus dem Leisure-Bereich, die durchschnittliche Aufenthaltsdauer sank auf sieben Tage.

Eine gesonderte Entwicklung der Serviced Apartments lässt sich aus den Berliner Tourismuszahlen allerdings nicht ablesen. Die amtliche Statistik weist das Segment nicht separat aus. Die Kategorie „weitere Beherbergungsstätten“ kam im ersten Halbjahr auf 2,35 Millionen Übernachtungen, 7,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die klassische Hotellerie verzeichnete mit 11,21 Millionen Übernachtungen ein Minus von 1,7 Prozent. Hotels lagen 2,5 Prozent unter dem Vorjahreswert, Hotels garnis erreichten mit 4,23 Millionen Übernachtungen exakt das Vorjahresniveau. Für das zweite Halbjahr setzt visitBerlin auf zusätzliche Nachfrage durch große Messen, Kongresse, Sport- und Kulturveranstaltungen. Zu den wichtigen Terminen zählen im September die IFA und die InnoTrans sowie der FIBA Women’s Basketball World Cup und der Berlin-Marathon. Im Oktober folgt unter anderem der World Health Summit.